Sarossa Sage

Der Sarossa Kren erhielt seinen Namen aufgrund einer besonderen Geschichte, die uns bis heute als Sarossa Sage erhalten blieb …

Im 13. Jahrhundert gehörten größere Gebiete des Saßtales dem Herzog von Steiermark. Als in den Dörfern eine rätselhafte Epidemie bei Pferden auftrat, fürchtete der Herzog um den Bestand seines Stalles. Er ordnete daher an, dass in den Saßtaler Dörfern alle Pferde (Rösser) zu töten seien, damit die Krankheit gestoppt werde.

Der Bauer „Sarossa“ …

Ein Saßtaler Bauer namens SAROSSA errichtete im Geheimen ein Gehege auf einem Wiesenfleck im Schweinsbachwald. Dorthin brachte er ein Ross, die übrigen musste er schlachten lassen. Von Zeit zu Zeit brachte er vorsichtig – um sich nicht zu verraten – Futter für das Tier in den Wald. Die Tierseuche erlosch, aber der Bauer SAROSSA erkrankte schwer und konnte sein Pferd nicht mehr versorgen. Als er wieder aufstehen konnte und in der noch warmen Herbstsonne vor dem Hause saß, kam sein Ross vom Gehege zu ihm. Lange Zeit betrachtete das Pferd den ermatteten Bauern, bis es sich durch Wiehern bemerkbar machte. Der Bauer freute sich und ließ sich zum Pferd geleiten und streichelte es zärtlich. Da wieherte das Ross und lief einige Schritte weg. Es kam wieder zurück und wiederholte das Ganze noch einmal. Beim dritten Mal sagte der SAROSSA-Bauer: „Das Pferd will mir etwas zeigen!“ Er ließ das Pferd vor sein Wägelchen spannen und fuhr mit seiner Frau ohne zu lenken dorthin, wohin das Pferd wollte: In den Wald zum Gehege.

Die „Rosswurzel“ als Heilmittel

Dort blieb es bei einem Fleck mit großblättrigen Pflanzen stehen und zog Wurzel um Wurzel aus dem Boden. Da das Pferd eine Wurzelstange fraß, stieg die Frau ab und sammelte die Wurzelstangen ein. Sie war überzeugt, dass in diesen Wurzeln eine Kraft enthalten sei, die das Pferd so lange gesund überleben lassen hatte und auch ihrem Manne helfen würde. Zu Hause schnitt sie eine Wurzel auseinander und zerhackte sie in kleine Stückchen. Dabei kamen der Frau die Tränen in die Augen und fortwährend musste sie niesen von dem starken Duft, der aus der Wurzel kam. Sie gab ein paar Stückchen dem Bauern zu essen, der sie zerkaute, aber Brot und Äpfel dazu essen musste, da die Wurzelstückchen gewaltig im Mund brannten. Das wiederholten sie Tag für Tag. Nach einer Woche schon verspürte der SAROSSA-Bauer in seinem Körper wieder die volle Kraft, die er durch die „Rosswurzel“ wieder erhalten hatte. Seither wird der KREN im Saßtal SAROSSA-Wurzel genannt.